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    Wassersport an Bord: was zwischen Ankern und Ablegen wirklich möglich ist

    21. Juli 20264 Min. LesezeitDubai Yachten
    Wassersport an Bord: was zwischen Ankern und Ablegen wirklich möglich ist

    Die meisten Gäste buchen eine Yacht wegen der Aussicht und entdecken erst an Bord, dass der eigentliche Höhepunkt hinter dem Boot beginnt. Sobald die Motoren aus sind, das Schiff an einem geschützten Platz liegt und die Badeplattform am Heck heruntergeklappt wird, verwandelt sich der Charter von einer Rundfahrt in einen Aufenthalt. Was dann möglich ist, hängt davon ab, was vorher besprochen wurde, denn Wassersportgeräte gehören auf den meisten Yachten nicht automatisch zum Umfang, sondern sind Zubuchungen mit eigener Logistik.

    Das schlichteste und für viele befriedigendste Angebot ist das Schwimmen selbst. Das Wasser vor Dubai ist über das gesamte Jahr warm, in den Sommermonaten sogar sehr warm, und an geschützten Stellen entlang der Palme oder vor Bluewaters so klar, dass man den Grund sieht. Eine ordentliche Badeleiter und eine tief liegende Plattform machen dabei mehr Unterschied als jedes Spielzeug, weil sie bestimmen, wie oft Gäste tatsächlich ins Wasser gehen und wie mühelos sie wieder herauskommen. Wer eine Yacht auswählt, sollte diesen Bereich auf Fotos gezielt anschauen.

    Auf der nächsten Stufe stehen die Geräte ohne Motor, und sie sind in der Praxis die beliebtesten. Paddleboards eignen sich hervorragend für ruhige Ankerbuchten und funktionieren auch für Anfänger, weil man notfalls kniend paddelt. Kajaks bieten mehr Stabilität und werden gern von Familien genutzt. Schnorchelausrüstung lohnt sich an Stellen mit Strukturen im Wasser, etwa an künstlichen Riffen und Molen, während über sandigem Grund wenig zu sehen ist. Diese Ausstattung ist leicht, verbraucht keinen Kraftstoff und gehört bei vielen mittleren und größeren Yachten bereits ohne Aufpreis dazu.

    Motorisierte Geräte sind die aufwendigere Kategorie. Ein Jetski an Bord bedeutet, dass das Gerät entweder auf dem Vorschiff mit einem Kran gelagert oder von einem Partnerbetrieb an den Ankerplatz gebracht wird, und beides muss vorab organisiert werden. Hinzu kommt, dass das Fahren von Jetskis in Dubai räumlich reguliert ist: Es gibt festgelegte Zonen, in denen es erlaubt ist, und Bereiche, in denen es untersagt bleibt, insbesondere in der Nähe von Marinas, Stränden mit Badebetrieb und geschützten Anlagen. Eine seriöse Crew hält diese Grenzen ein, auch wenn Gäste darauf drängen, und das ist kein Mangel an Service, sondern die Voraussetzung dafür, dass diese Angebote überhaupt bestehen bleiben.

    Der Seabob, ein elektrischer Unterwasserantrieb, gehört zu den Geräten, die selbst erfahrene Gäste überraschen. Man hält sich an zwei Griffen fest und wird mit hoher Geschwindigkeit durch und unter das Wasser gezogen, ohne Motorenlärm und ohne Abgase. Weil er leise ist und keine Wellen erzeugt, darf er auch dort genutzt werden, wo Jetskis nicht erlaubt sind, und er funktioniert für Kinder ab dem Grundschulalter unter Aufsicht ebenso wie für Erwachsene. Auf größeren Yachten wird er zunehmend zum Standard, auf kleineren ist er eine Zubuchung, die sich lohnt, wenn eine längere Ankerphase geplant ist.

    Klassische Zugsportarten wie Wasserski, Wakeboard oder aufblasbare Reifen benötigen ein Beiboot mit ausreichender Motorisierung, denn eine Yacht selbst ist als Zugfahrzeug nicht geeignet. Wer diese Aktivitäten möchte, sollte deshalb ausdrücklich nach einem Tender fragen und klären, ob ein Crewmitglied ihn fährt. Ohne Beiboot bleibt es beim Wunsch. Ähnliches gilt für Parasailing und Flyboard, die in Dubai fast ausschließlich über spezialisierte Anbieter an festen Stationen laufen und sich mit einem Charter nur kombinieren lassen, wenn die Yacht diese Station anläuft.

    Damit Wassersport eine Tour bereichert und sie nicht zerlegt, braucht es eine realistische Zeitplanung. Jede Ankerphase kostet Vorbereitung: Das Schiff muss stehen, die Plattform geöffnet, Geräte müssen ins Wasser und danach wieder gesichert werden. Eine sinnvolle Badepause dauert deshalb selten unter fünfundvierzig Minuten, und wer in drei Stunden Charterzeit eine Ausfahrt, zwei Ankerplätze, Essen und Wassersport unterbringen möchte, wird an jedem Punkt hetzen. Vier Stunden sind die untere Grenze für eine Tour, in der Wassersport wirklich Raum bekommt, und Gruppen, die viel im Wasser sein wollen, fahren mit fünf Stunden und einem einzigen guten Ankerplatz besser als mit einer Rundreise entlang der Küste.

    Bleibt die Sicherheit, die bei motorisierten Geräten mehr als eine Formalität ist. Wer einen Jetski oder Seabob nutzt, sollte eine Einweisung erhalten, eine Weste tragen und sich an die von der Crew gesetzte Entfernung zum Schiff halten. Die Kombination aus Alkohol und motorisiertem Wassersport ist an dieser Stelle keine Ermessensfrage, sondern schlicht ausgeschlossen, und Crews, die darauf bestehen, tun genau das, wofür sie an Bord sind. Innerhalb dieser Grenzen bleibt reichlich Raum, und für viele Gäste ist es am Ende nicht die Skyline, an die sie sich erinnern, sondern der Moment, in dem sie mitten im offenen Wasser standen, das Boot hinter sich, die Stadt in der Ferne, und für eine halbe Stunde nichts zu tun hatten, als sich treiben zu lassen.

    Tags:

    #Wassersport#Jetski#Seabob#Schnorcheln#Badestopp

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