Worauf man beim Chartern einer Yacht in Dubai achten muss

Eine Yacht zu chartern klingt einfacher, als es tatsächlich ist. Man wählt ein Schiff, nennt einen Termin, überweist eine Anzahlung und erwartet einen perfekten Tag. In der Praxis entscheiden jedoch einige wenige Details darüber, ob die Erinnerung an diesen Tag angenehm bleibt oder von Missverständnissen überlagert wird. Fast alle Enttäuschungen, die Gäste in Dubai erleben, lassen sich auf drei Ursachen zurückführen, nämlich unklare Zeitrechnung, ein Schiff, das nicht zur Gruppe passt, und Kosten, die erst an Bord zur Sprache kommen. Alle drei sind vermeidbar, wenn man vor der Buchung die richtigen Fragen stellt.
Die Wahl des Anbieters entscheidet mehr als die Wahl des Schiffs
In Dubai gibt es eine große Zahl von Vermittlern, die Yachten anbieten, ohne selbst über Schiffe zu verfügen. Das ist grundsätzlich kein Problem, denn viele professionelle Broker arbeiten seriös und haben Zugang zu einer breiteren Flotte als jeder einzelne Eigner. Entscheidend ist jedoch, ob der Anbieter das Schiff kennt, das er verkauft. Ein guter Ansprechpartner kann beschreiben, wie viel Schatten das Achterdeck am Nachmittag hat, wie laut die Maschinen im hinteren Salon sind und ob die Badeplattform bei ruhiger See angenehm zugänglich ist. Wer solche Fragen ausweicht oder ausschließlich mit Renderings arbeitet, hat das Schiff wahrscheinlich nie betreten.
Ein weiteres verlässliches Signal ist die Lizenzierung. Kommerzielle Charter in Dubai benötigt eine Genehmigung der zuständigen Hafenbehörde, und Schiffe, die ohne diese Zulassung Gäste befördern, sind nicht ausreichend versichert. Wer eine Charter bucht, sollte deshalb ohne Zögern nach der Betriebslizenz und dem Versicherungsschutz für Passagiere fragen. Ein professioneller Anbieter beantwortet das in einem Satz, ein unseriöser wechselt das Thema.
Wie die Charterzeit tatsächlich gezählt wird
Der häufigste Streitpunkt betrifft nicht das Geld, sondern die Uhr. In Dubai beginnt die Charterzeit üblicherweise nicht mit dem Ablegen, sondern zur vereinbarten Startzeit, unabhängig davon, wann die Gäste eintreffen. Wer zwanzig Minuten zu spät kommt, verliert diese Zeit meist ersatzlos, weil der Liegeplatz und der nachfolgende Charter fest getaktet sind. Ebenso endet die Zeit nicht beim Anlegen, sondern beim Verlassen des Schiffs, was bedeutet, dass die letzten Minuten häufig für die Rückfahrt in den Hafen gebraucht werden.
Aus diesem Grund lohnt es sich, drei Punkte schriftlich zu klären, nämlich wann die Zeit beginnt, wann sie endet und wie eine Verlängerung berechnet wird. Übliche Praxis ist eine Verlängerung in Schritten von einer Stunde zum regulären Stundenpreis, sofern das Schiff danach nicht bereits vergeben ist. Wer einen Sonnenuntergang plant, sollte außerdem beachten, dass die eigentliche goldene Phase nur etwa vierzig Minuten dauert und die Charter deshalb so gelegt werden muss, dass diese Zeit nicht auf die Rückfahrt fällt.
Die richtige Größe für die eigene Gruppe
Die maximale Personenzahl in einem Angebot beschreibt eine Sicherheitsgrenze, nicht eine Empfehlung. Ein Schiff, das für dreißig Gäste zugelassen ist, wirkt mit dreißig Personen an Bord gedrängt, insbesondere wenn nur ein Sanitärbereich vorhanden ist und alle gleichzeitig im Schatten sitzen wollen. Als praktische Regel hat sich bewährt, etwa siebzig Prozent der zugelassenen Kapazität als angenehme Obergrenze zu betrachten, wenn ein längeres Essen an Bord geplant ist, und bei reinen Sightseeing-Fahrten näher an die Zulassung zu gehen.
Wichtiger als die reine Länge des Schiffs ist außerdem die Verteilung der Flächen. Ein Boot mit großzügigem Flybridge und breitem Achterdeck bietet für eine Feier mehr Nutzen als ein längeres Schiff mit vielen Kabinen und wenig Außenbereich, weil Gäste bei einer Tagescharter praktisch keine Zeit in den Kabinen verbringen. Wer schwimmen möchte, sollte gezielt nach der Badeplattform fragen, denn nicht jedes Schiff verfügt über einen bequemen Ausstieg mit Leiter und Duschmöglichkeit.
Was im Preis enthalten ist und was nicht
Der genannte Stundenpreis umfasst in Dubai üblicherweise das Schiff, die Crew, den Treibstoff für eine normale Ausfahrt innerhalb der Küstenzone sowie Wasser und Softdrinks in einfacher Form. Nicht enthalten sind in der Regel warmes Essen, alkoholische Getränke, Wasserspielzeug wie Jetski oder Seabob, Dekoration, Fotografen, Musikanlagen über den Bordstandard hinaus und der Transfer zum Hafen. Auch die Mehrwertsteuer wird häufig separat ausgewiesen, was bei größeren Buchungen einen spürbaren Unterschied macht.
Besonders aufmerksam sollte man bei Fahrten außerhalb der üblichen Zone sein. Wer die World Islands, den Dubai Canal oder ein Nachbaremirat ansteuert, verursacht zusätzlichen Treibstoffverbrauch, teils Kanalgebühren und gelegentlich einen Aufpreis für die Genehmigung. Diese Positionen sind vollkommen legitim, sie sollten aber vor der Buchung genannt werden und nicht an Bord. Eine schriftliche Aufstellung aller inkludierten und aller optionalen Leistungen ist deshalb der wichtigste einzelne Schritt der gesamten Vorbereitung.
Wetter, Jahreszeit und die richtige Uhrzeit
Zwischen Oktober und Mai herrschen in Dubai nahezu ideale Bedingungen für Charterfahrten, mit Lufttemperaturen zwischen zweiundzwanzig und zweiunddreißig Grad und meist ruhigem Wasser. In den Sommermonaten von Juni bis September steigen die Temperaturen deutlich, was Ausfahrten am späten Nachmittag und Abend zur klar besseren Wahl macht. Der Vormittag ist im Winter angenehm ruhig, weil der Wind meist erst gegen Mittag auffrischt, während der Nachmittagswind für kühlende Brise sorgt, aber auch für leicht unruhigeres Wasser.
Wetterbedingte Absagen sind selten, kommen aber vor, meist bei Nebel im Winter oder bei kräftigem Schamal-Wind, der die Wellenhöhe erhöht. Deshalb gehört zu jeder Buchung die Frage, was in diesem Fall geschieht. Üblich ist eine kostenfreie Umbuchung oder ein Gutschein, während eine vollständige Rückzahlung eher die Ausnahme bildet. Die Entscheidung darüber liegt beim Kapitän, und diese Autorität ist kein Vorwand, sondern eine gesetzliche Pflicht.
Sicherheit, Regeln und der Umgang mit Erwartungen
An Bord gilt die Anweisung der Crew ohne Ausnahme. Rettungswesten müssen in ausreichender Zahl und passender Größe vorhanden sein, auch für Kinder, und ein kurzes Sicherheitsbriefing vor dem Ablegen ist Standard bei jedem professionellen Betrieb. Wer kein solches Briefing erhält, sollte das als Warnsignal verstehen. Ebenso wichtig ist der Hinweis, dass Schwimmen nur an von der Crew freigegebenen Stellen erlaubt ist, weil Strömungen, Bootsverkehr und Ankerketten Risiken darstellen, die von Deck aus nicht sichtbar sind.
Hinzu kommen kulturelle Rahmenbedingungen. Alkohol ist an Bord lizenzierter Schiffe erlaubt, darf aber nicht in den Hafen mitgenommen werden, und Verhalten, das an Land als unangemessen gilt, wird auch auf dem Wasser nicht toleriert, solange man sich in Sichtweite der Küste bewegt. Diese Regeln sind unkompliziert, sobald man sie kennt, und führen nur dann zu Problemen, wenn niemand vorher darüber gesprochen hat.
Anzahlung, Vertrag und die letzten Absprachen
Seriöse Anbieter arbeiten mit einer schriftlichen Bestätigung, die Schiff, Datum, Uhrzeit, Dauer, Personenzahl, Route, Preis, enthaltene Leistungen und Stornobedingungen enthält. Eine Anzahlung von etwa fünfzig Prozent ist üblich, ebenso die Restzahlung vor dem Ablegen. Wer aufgefordert wird, den vollen Betrag ohne Vertrag auf ein privates Konto zu überweisen, sollte die Buchung abbrechen. Ebenso gehört in die Bestätigung, welcher Liegeplatz genau gemeint ist, denn zwischen Dubai Marina, Dubai Harbour und den Anlegern an der Palme liegen Fahrzeiten, die bei Verspätung von der Charterzeit abgehen.
Am Ende ist eine gute Charter vor allem eine Frage der Vorbereitung. Wer den Anlass beschreibt, die Gruppe realistisch einschätzt, die Zeitrechnung klärt, das Kleingedruckte einmal liest und der Crew vorab sagt, worauf es ankommt, erhält in Dubai ein Erlebnis, das kaum zu übertreffen ist. Wer dagegen ausschließlich auf den niedrigsten Stundenpreis achtet, zahlt den Unterschied meistens an Bord, und zwar nicht nur in Geld, sondern in verlorener Zeit.
Tags:
Planen Sie Ihre Yachtcharter in Dubai.
Kontaktieren Sie uns für eine individuelle Beratung zu Ihrem Yacht Charter in Dubai.
Verfügbarkeit prüfenWeitere Seiten, die Sie interessieren könnten
Praktische Verweise zu unseren Yachten, Services und Kontaktmöglichkeiten.