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    Mit der Familie an Bord: wie ein Yachtcharter in Dubai auch mit Kindern entspannt bleibt

    25. Juli 20265 Min. LesezeitDubai Yachten
    Mit der Familie an Bord: wie ein Yachtcharter in Dubai auch mit Kindern entspannt bleibt

    Ein Yachtcharter gilt vielen als Erwachsenenvergnügen, und das ist ein Missverständnis, das sich hartnäckig hält. Tatsächlich gehören Familien mit Kindern zu den dankbarsten Gästen überhaupt, weil ein Boot etwas bietet, das an Land in Dubai schwer zu finden ist: einen abgegrenzten Raum, in dem Kinder sich frei bewegen dürfen, ohne dass jemand ständig eingreifen muss, verbunden mit direktem Zugang zum Wasser. Wer schon einmal einen Nachmittag mit Kindern in einem überfüllten Strandclub verbracht hat, versteht den Unterschied sofort. Damit dieser Vorteil zum Tragen kommt, braucht es allerdings eine Planung, die sich in einigen Punkten deutlich von der eines Erwachsenencharters unterscheidet.

    Der erste Punkt ist die Sicherheit, und er beginnt mit einer nüchternen Frage an den Anbieter: Gibt es Rettungswesten in Kindergrößen an Bord, und zwar in ausreichender Zahl und in der passenden Größe für das jeweilige Alter. Eine Erwachsenenweste rutscht einem Kind über den Kopf und ist damit wertlos. Seriöse Anbieter führen Kinderwesten vor, wenn man danach fragt, und wer keine klare Antwort erhält, sollte woanders buchen. Ergänzend lohnt ein Blick auf das Schiff selbst. Yachten mit hoher, geschlossener Reling und einem Zugang zum Badedeck, der sich sichern lässt, sind mit kleinen Kindern erheblich entspannter als offene Sportboote mit niedrigen Bordwänden. Ein großzügiger Innensalon ist ebenfalls kein Luxus, sondern eine Notwendigkeit, weil kleinere Kinder irgendwann müde werden und einen schattigen, ruhigen Rückzugsort brauchen.

    Der zweite Punkt betrifft die Dauer. Erwachsene buchen gern vier oder mehr Stunden, weil sich das Verhältnis von Anfahrt zu Aufenthalt dadurch verbessert. Mit Kindern ist die ideale Länge fast immer kürzer. Drei Stunden reichen für die Ausfahrt, eine ausgiebige Badephase, eine Mahlzeit und die Rückkehr, ohne dass die Stimmung kippt. Wer länger plant, sollte die Zeit so gliedern, dass Bewegung und Ruhe sich abwechseln, und die anspruchsvollste Phase, also das Schwimmen, in die erste Hälfte legen. Ein weiterer bewährter Kniff besteht darin, die Ausfahrt am Vormittag zu legen statt am Nachmittag. Die Sonne ist dann weniger aggressiv, das Wasser ruhiger, und die Rückkehr fällt in eine Zeit, in der kleine Kinder ohnehin eine Pause vertragen.

    Beim Ankerplatz gilt eine einfache Regel: je flacher und geschützter, desto besser. Die Wasserflächen an der Innenseite der Palm Jumeirah und die Buchten in der Nähe von Bluewaters bieten ruhiges, klares Wasser mit wenig Strömung und guter Sicht bis zum Grund. Offene Positionen weiter draußen mögen für Erwachsene spektakulärer wirken, doch Dünung, die Erwachsene kaum bemerken, verwandelt eine Badepause mit Kindern in eine anstrengende Angelegenheit. Eine erfahrene Crew berücksichtigt das ohne Aufforderung, sofern man vorher erwähnt, dass Kinder an Bord sind. Diese Information gehört daher in jede Anfrage, nicht erst in das Gespräch am Steg.

    Ausstattung ist der Bereich, in dem Familiencharter ihren größten Trumpf ausspielen. Eine Badeplattform am Heck mit Leiter, ein aufblasbares Wasserspielzeug, Schwimmnudeln, Schnorchel und Masken und im Idealfall eine Rutsche vom Oberdeck ins Wasser verwandeln ein Boot in einen schwimmenden Spielplatz und beschäftigen Kinder mühelos über Stunden. Vieles davon gehört bei familientauglichen Yachten zum Standard, anderes lässt sich gegen Aufpreis zubuchen. Wichtig ist nur, es vorher zu klären, denn spontan lässt sich an Bord nichts organisieren, was nicht bereits an Bord ist.

    Die Verpflegung folgt einer eigenen Logik. Aufwendige Menüs funktionieren mit Kindern selten, weil sie zu einem Zeitpunkt serviert werden, der selten mit dem Hunger der Kinder zusammenfällt. Praktischer sind einfache, vertraute Speisen, die über den gesamten Zeitraum verfügbar bleiben, ergänzt um ausreichend Wasser und Obst. Der Wasserbedarf wird bei Kindern regelmäßig unterschätzt, gerade weil sie im Meer schwimmen und die Erwachsenen dann annehmen, sie seien ausreichend gekühlt. Sonnenschutz gehört in dieselbe Kategorie: Ein Boot bietet Schatten, doch das vom Wasser reflektierte Licht wirkt auch dort. Langärmelige Badeshirts sind auf See sinnvoller als jede noch so häufige Nachcremerunde.

    Ein Aspekt, der in keinem Prospekt steht, betrifft die Erwartungshaltung. Kinder erleben eine Yacht nicht als Luxusprodukt, sondern als Umgebung mit ungewohnten Regeln. Sie brauchen deshalb zu Beginn eine kurze, klare Einführung, die die Crew in der Regel gern übernimmt: wo man laufen darf und wo nicht, warum man an der Reling nicht klettert, was passiert, wenn etwas über Bord geht. Diese fünf Minuten am Anfang ersparen dem gesamten Rest des Tages die permanenten Ermahnungen und geben den Kindern gleichzeitig das Gefühl, ernst genommen zu sein. Viele Crews binden Kinder darüber hinaus aktiv ein, lassen sie kurz am Steuer stehen oder erklären die Instrumente, und für die meisten ist genau das der Höhepunkt des Tages, nicht das Schwimmen.

    Bleibt die Frage nach dem Alter. Säuglinge und sehr kleine Kinder sind an Bord grundsätzlich möglich, verlangen aber ruhige Bedingungen, kurze Touren und eine realistische Einschätzung der eigenen Belastbarkeit. Ab etwa vier oder fünf Jahren beginnt die Phase, in der ein Yachttag für alle Beteiligten wirklich funktioniert, und ab dem Grundschulalter gehört er häufig zu den Erinnerungen, die von einer Reise nach Dubai am längsten bleiben. Denn während Hotelanlagen, Einkaufszentren und Freizeitparks in der Rückschau ineinanderfließen, bleibt ein Tag, an dem man mitten im Meer von einem Boot gesprungen ist, während eine Stadt aus Glas am Horizont stand, erstaunlich lange in Erinnerung.

    Tags:

    #Familie#Kinder#Sicherheit#Badeplatz#Yacht mieten

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